Rezension: Margarete Peterson Tarot – Tarot meet`s Kunst & Herz

„Nicht von dieser Welt!“ viel mir ein, als ich das neu aufgelegte Margarete Peterson Tarot in den Händen hielt. Ich habe immer wieder außergewöhnliche Tarot Decks in meiner Sammlung- dieses Tarot Deck ist für mich ein ganz besonderes Werk.

Die Erstausgabe des Margarete Peterson Tarots , die 2001 im Königsfurt Urania Verlag erschien gehört natürlich auch zu meiner Tarot – Schatzkiste. Damals waren die Tarot Bilder weiß eingerahmt- nun erstrahlen sie als 20-ig jährige Jubiläumssonderausgabe sie in einem burgunder Ton zu neuer Lebendigkeit.

Hier sieht man eine Abbildung der Kartenbox und einige Kartenabbildungen : XIV Grenzgängerin (im klassischen Rider Waite Tarot die Mäßigkeit); 0 Der Narr- beides Karten aus der großen Arkana; dann das Ass der Kelche und das Ass der Münzen aus der kleinen Arkana , sowie die Rückseite des Kartendecks

(von links nach rechts)

Ich kann natürlich nur eine kleine Auswahl zeigen, so habe ich die Karten „intuitiv“ gewählt. Ganze 21 Jahre verbrachte Margarete Peterson damit dieses Deck zu erschaffen. Sie muss also eine Grenzgängerin zwischen den Welten sein, stelle ich mir vor, die in ihrem Schaffensprozess den Tarot „erlebt“ hat und jeweils ihre persönliche Vision einer einzelnen Karte künstlerisch umgesetzt hat.“ Kosmische Mischerin- Vermittlerin zwischen persönlichen und über persönlichen Bereichen

XIV Grenzgängerin/ Margarete Peterson Tarot

So steht es im dazugehörigen Booklet zur Karte. Die danebenliege Karte des Narren zeigt auch, das es Experimentierfreude und ein Einlassen auf ein kreatives Chaos braucht, damit immer wieder Neues entstehen kann.“ Den Weg zu sich selbst riskieren. Da, wo Chaos beginnt sich einlassen. Wo du allein, ohne helfende Konventionen dem Leben gegenüber stehst.“

Die unteren beiden Karten habe ich für mich gezogen, sie beleuchten den Ist-Zustand:

Mit dem Ass der Kelche offenbart sich mir die Herzensöffnung , das Vertrauen auf innere Eingebungen im Kontakt mit meinen Gefühlen, meiner Intuition. Als Tipp im Booklet zur Karte kann ich dazu eine Quelle in der Natur aufsuchen, denn Quellen gelten als heilige Plätze, wo das Wasser besonders rein und mineralhaltig ist. Das Symbol der Lotusblume steht für die Möglichkeit der ständigen Erneuerung- tatsächlich lieb ich diese Blume in meinem Teich und erfreue mich jedes Mal auf´s Neue daran.

Das Ass der Münzen enthält das ganze Potential des Elementes Erde. Ich spüre schon den nahenden Frühling und es ist eine gute Zeit, um etwas Neues in der Erde zu bringen. Ich versuche gerne alles mögliche selbst zu ziehen. Aktuell ist es Knoblauch und Gurkenkerne. Es ist immer wieder unglaublich diesen Prozess des Wachstums zu begleiten. Gleichsam ist nun eine gute Zeit für neue Projekte. Ich vertraue auf das, was ich nähre!

Margarete Peterson selbst begegnete dem Tarot 1979 – genauer gesagt dem Rider Waite Smith Tarot Deck- also einem klassischen Tarot. Schon war sie gefangen von der Magie des Tarot( so erging es mir eins selbst).Letztlich führte dies dazu, das sie über den Weg des Malens sich dem Weisheitssystem des Tarot nährte und Stück für Stück so tiefer eintauchte in dessen Komplexität.

So entstand über einen langen Zeitraum hinweg ihr eigenes Tarotdeck angefüllt mit spirituellen Weisheiten und Botschaften, die universellen Charakter haben. Es gibt hier keine Antwort auf die Zukunft, sondern lädt den Betrachter ein zum meditativen Blick auf das, was gerade ist. Der gegenwärtige Augenblick kann sehr bedeutsam sein, den ihn ihm spiegeln sich unsere vergangenen Erfahrungen und wenn wir den gegenwärtigen Augenblick bewusst wahrnehmen und nutzen, manifestiert sich in ihm auch unsere Zukunft.

Natürlich hat die Künstlerin auch einige Karten umbenannt (künstlerische Freiheit) im beiliegendem Bocklet wird dies beschrieben. Es gibt weiterhin ein Vorwort zur Neuausgabe, ein Vorwort von Luisa Francia die Magarete Peterson bei ihrer Arbeit begleitet und unterstützt hat, eine Einleitung zum Deck , spirituelle Impulse zu den Großen Arkana, zu den Hofkarten, zu den Zahlenkarten zum Umgang mit den Tarotkarten.

Erschienen im Königsfurt Urania Verlag 2021 , ISBN: 978-3-86826-563-7

Magarete Peterson betreibt heute zusammen mit Dietmar Buchmann das „Atelierhaus Lichtenberg„- eine Kulturwerkstatt.

Für mich das wichtigste ist, das wir mit diesem Tarotdeck die Chance bekommen, Einblick in eine zutiefst weibliche intuitive Herangehensweise zu bekommen, frei von jeglichem Dogma.

Und gefühlt ist es an der Zeit, sich auf tiefer gehende Prozesse einzulassen- die Welt des Unbewussten und der Träume, denn unser Bewusstsein ist oftmals überfrachtet von nutzloser Theorie, die ehr blockiert anstatt unseren wahren Herzensbedürfnissen zu nutzen.

Wir werden mit dem Universum bekannt gemacht.

Margarete Peterson

Da ich selber künstlerisch tätig bin, habe ich hier einen Bildausschnitt eingefügt. Das Originalbild wurde 2009 verkauft.

Bildausschnitt Eigenkomposition Element Erde , Acryl mit Spachteltechnik 2007 (verkauft)

Ich werde den Margarte Peterson Tarot zukünftig vermehrt in meinen Seminaren einsetzen. Und überlege vielleicht einen Malkurs zum Thema Tarot anzubieten.

Anfängern mit dem Tarot empfehle ich ein Einsteigerset zum Rider Waite Tarot- mehr braucht es aber auch nicht.

Ich würde mir wünschen, das es zukünftig noch ein richtiges Begleitbuch zu diesem Tarot gebe, damit noch mehr Menschen Freude an diesem Deck entwickeln können. Ich weiß das hat es einmal gegeben aber es ist nur noch gebraucht zu bekommen derzeit, wenn überhaupt.

Falls Sie noch Fragen zum Deck und zum Umgang damit haben, können Sie sich jederzeit an mich wenden.

Ihre Iris Maria

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